Zum Hauptinhalt springen

Anton Bruckner-Lexikon online: Artikel

Holzer, Adi

* 21.4.1936 Stockerau, Niederösterreich/A. Bildender Künstler, Illustrator, Zeichner, Maler, Grafiker (Farbradierungen), Skulpteur (Glas-Skulpturen, Murano, seit 2005).

1955–1960 Studium an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Robin Christian Andersen (1890–1969) und Herbert Boeckl (1894–1966); Diplom für Malerei. 1960–1962 als Kunsterzieher in Klagenfurt tätig; später Einrichtung eines Ateliers in Winklern. 1962 heiratete er die dänische Kinderärztin Kirsten Inger Mygind (* 1935) und übersiedelte nach Hareskovby bei Kopenhagen; hier richtete er das Gartenatelier Vaerløse ein. Ab 1969 arbeitete Holzer als freischaffender Künstler. Seine eigenständige Bilderwelt ist geprägt von Marc Chagall (1887–1985), Oskar Kokoschka (1886–1980), Alfred Kubin (1877–1959), Emil Nolde (1867–1956), Henri de Toulouse-Lautrec (1864–1901) u. a. Zahlreiche Auszeichnungen, u. a. Verdienstzeichen des Landes Niederösterreich (2003).

Holzer setzte sich intensiv mit der Gestalt Bruckners auseinander. Ergebnisse davon sind die Acrylmalerei auf Leinwand Für Anton Bruckner (IKO 514, Abb. in: Imaginäres Tagebuch, S. 146), sowie die Farbradierungen bzw. Acrylmalereien des Bruckner-Zyklus, Palimpsest, Wunschtraum, Der Auserwählte und Der Exorzist (in zwei Varianten) (IKO 553a–d). Die Bruckner-Arbeiten entstanden vor dem 100. Todestag Bruckners. Es gelang dem Künstler, in Kenntnis der österreichischen Eigenart, mit Humor das Wesen Bruckners, seine menschlichen Eigenheiten, insbesondere seine Beziehung zu Frauen und seine Religiosität (Persönlichkeit), zu erfassen.

Schriften
  • Spuren der Kindheit. Stockerau 1977
  • Clown! Hommage an Charlie Rivel. Bagsvaerd 1990
  • (gem. mit Gertraud Patterer/Herbert Lederer/Erik A. Nielsen), Tauerngold. Bagsvaerd 1992
  • Imaginäres Tagebuch. Zwischen Himmel und Erde. Salzburg 1996
Literatur

RENATE GRASBERGER

Zuletzt inhaltlich bearbeitet: 20.9.2019

Medien

Kategorien

Normdaten (GND)

Holzer, Adi: 118937618

Links