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Anton Bruckner-Lexikon online: Artikel

Richter, (Felix Johannes) Karl

* 15.10.1926 Plauen, Sachsen/D, † 15.2.1981 München, Bayern/D. Dirigent.

Sohn des evangelischen Pfarrers Johannes Christian Richter (1875–1935) und dessen Frau Hedwig. Als Sängerknabe war Richter Mitglied des Dresdener Kreuzchors. Seine musikalische Ausbildung (Kirchenmusik, Orgel und Cembalo) erlangte er in Leipzig bei Rudolf Mauersberger, Karl Straube (1873–1950) und Günther Ramin. Als Chordirigent, Organist und Kapellmeister konnte sich Richter schon in frühen Jahren eine ausgezeichnete Position erwerben. Er wurde 1949 Ramins Nachfolger als Organist an der Leipziger Thomaskirche, 1951 verlegte er seine Tätigkeit nach München, wo er den dortigen Bach-Chor und das Bach-Orchester gründete. Zudem hatte er 1956–1977 eine Professur für Orgel an der Münchner Musikhochschule inne. Bis zu seinem Tod war er als Organist und Kantor an St. Markus in München angestellt. 1964 erhielt er den Kulturpreis der Stadt München.

Obwohl Johann Sebastian Bach im Zentrum seines Wirkens stand, brachte er auch den kirchenmusikalischen Werken Bruckners großes Verständnis entgegen. Der Leipziger Kirchenmusiker und Komponist Georg Trexler (1903–1979) widmete Richter eine Toccata über ein Thema aus dem Gloria der e-moll Messe von Anton Bruckner (Breitkopf & Härtel 1950). Richters Bruckner-Wiedergaben zeichneten sich durch stilistisches Feingefühl und klangliche Transparenz aus. 1977 erschien eine Einspielung Bruckners Vierter Symphonie des Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter der Leitung von Richter (Altus ALT 068). Im März desselben Jahres gaben die Wiener Symphoniker unter Richter Werke von Georg Friedrich Händel (1685–1759) und Bruckners Vierte im Großen Saal des Wiener Musikvereines.

Schriften
  • István Kertész. Augsburg 1974
Literatur

CLEMENS HÖSLINGER, ANDREA SINGER

Zuletzt inhaltlich bearbeitet: 5.3.2019

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Normdaten (GND)

Richter, (Felix Johannes) Karl: 123094801

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